TOTENTANZ

Ein Schauspiel in sechs Akten.

 

Der Babenhauser Totentanz ist ein Bilderzyklus bestehend aus sieben Bildern in der Kapelle St. Maria, unweit unseres Theaters am Espach. Die Wandbilder aus dem Jahre 1722, gemalt von einem nicht eindeutig bekannten Meister, inspirierten den aus Babenhausen stammenden Komponisten Otto Jochum (1898-1969) zu einem Oratorium. Dieses Werk komponierte der damals 21-jährige Kriegsheimkehrer im Jahre 1919.

1978 wurde das Oratorium unter der Leitung des Babenhauser Dirigenten Fritz Fahrenschon und seiner Liedertafel in der Kirche St. Andreas uraufgeführt. Dabei sollte es jedoch nicht bleiben: mehrfach wurde der Totentanz seither von der Liedertafel besungen. Man kommt also in Babenhausen fast nicht umhin, Leute zu kennen, die als Interessierte oder Akteure damit vertraut sind.

Da die seit 1989 selbst geschriebenen Bühnenwerke der SCHMIERE oft regionalen und historischen Bezug haben, lag es auf der Hand dem diesjährigen Stück ein wenig Babenhauser Kultur einzuverleiben. Die Idee, einen Krimi aus diesem Stoff zu machen stammt von Michael Dreier. Auf überraschende Weise interpretiert, zu Papier gebracht und inszeniert wird das entstandene Schauspiel in 6 Akten nun von Ellen Wildermuth:

In einer kleinen Gemeinde möchte der Pfarrer etwas gegen seinen immer schlechter besuchten Gottesdienst unternehmen. Es muss Farbe in die kleine Kapelle. Er findet einen Maler, der sieben Bilder in Form eines Totentanzes malen soll. Doch plötzlich gibt es merkwürdige Todesfälle, Ungereimtheiten und ein paar Zufälle zu viel für die friedliche Dorfgemeinde. Was ist nur mit diesem Maler los?! Hat er den sechsten Sinn? Oder steckt etwas anderes dahinter? Konnte er sich nicht eine andere Gemeinde aussuchen? Oder war es Schicksal? Menschen können doch sehen und hören? Aber sie können auch wegsehen und weghören.

Welche Sorte Mensch sind Sie?

Finden Sie es heraus und vielleicht sind sie am Ende überrascht!